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Chemotherapie - Zytostatika-Therapie - #Chemotherapie

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Chemotherapeutika

Chemotherapeutika sind Medikamente, die gezielt das Wachstum und die Teilung von Krebszellen hemmen oder diese abtöten. Sie gehören zur Gruppe der Zytostatika und werden vor allem in der Chemotherapie eingesetzt.
 

🔹 Wirkprinzip:
Da Krebszellen sich besonders schnell teilen, greifen Chemotherapeutika bevorzugt in diese Prozesse ein – z. B. durch Schädigung der DNA oder Blockierung der Zellteilung.

🔹 Ziel:

  • Tumorwachstum stoppen oder Tumor verkleinern

  • Krebszellen zerstören, die sich bereits im Körper verteilt haben (Metastasen)

  • Rückfallrisiko nach Operation verringern
     

🔹 Anwendungsgebiete:

  • Viele solide Tumoren (z. B. Brustkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs)

  • Blutkrebserkrankungen (z. B. Leukämien, Lymphome)
     

🔹 Nebenwirkungen:
Da auch gesunde, sich schnell teilende Zellen (z. B. Haarwurzelzellen, Schleimhaut, Knochenmark) betroffen sein können, treten häufig Haarausfall, Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder Übelkeit auf.
 

👉 Welche Chemotherapeutika gibt es und welche Krebsarten werden behandelt und welche Nebenwirkungen haben die Chemotherapeutika:
 

1. Alkylantien

  • Beispiele: Cyclophosphamid, Ifosfamid, Melphalan

  • Wirkung: Verursachen DNA-Schäden → verhindern die Zellteilung

  • Nebenwirkungen: Haarausfall, Knochenmarkssuppression (weniger Blutzellen), Übelkeit, Blasenentzündung (bei Ifosfamid/Cyclophosphamid)

  • Einsatzgebiete: Brustkrebs, Eierstockkrebs, Lymphome, Leukämien
     

2. Antimetabolite

  • Beispiele: Methotrexat, 5-Fluorouracil (5-FU), Capecitabin, Cytarabin, Gemcitabin

  • Wirkung: Täuschen Bausteine der DNA/RNA vor → hemmen Zellteilung

  • Nebenwirkungen: Schleimhautentzündungen, Übelkeit, Durchfall, Blutbildveränderungen

  • Einsatzgebiete: Darmkrebs, Magenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Leukämien
     

3. Mitosehemmer (Spindelgifte)

  • Beispiele: Vinca-Alkaloide (Vincristin, Vinblastin), Taxane (Paclitaxel, Docetaxel)

  • Wirkung: Blockieren den Spindelapparat → keine Zellteilung möglich

  • Nebenwirkungen: Nervenschäden (Kribbeln, Taubheit), Haarausfall, Blutbildveränderungen

  • Einsatzgebiete: Brustkrebs, Eierstockkrebs, Lungenkrebs, Lymphome
     

4. Topoisomerase-Hemmer

  • Beispiele: Irinotecan, Topotecan (Typ I), Etoposid (Typ II)

  • Wirkung: Verhindern die Reparatur der DNA-Stränge während der Zellteilung

  • Nebenwirkungen: Durchfall (besonders Irinotecan), Knochenmarkssuppression, Übelkeit

  • Einsatzgebiete: Darmkrebs, Lungenkrebs, Eierstockkrebs, Leukämien
     

5. Anthrazykline (Antitumor-Antibiotika)

  • Beispiele: Doxorubicin, Epirubicin, Daunorubicin

  • Wirkung: Lagern sich in die DNA ein, hemmen Topoisomerase II und erzeugen freie Radikale → Zelltod

  • Nebenwirkungen: Herzschädigung (kumulative Dosis beachten!), Haarausfall, Blutbildveränderungen, Übelkeit

  • Einsatzgebiete: Brustkrebs, Weichteilsarkome, Lymphome, Leukämien
     

6. Platin-haltige Substanzen

  • Beispiele: Cisplatin, Carboplatin, Oxaliplatin

  • Wirkung: Bilden Querverbindungen in der DNA → verhindern Zellteilung

  • Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Nieren- und Nervenschäden, Hörschäden (bei Cisplatin), Blutbildveränderungen

  • Einsatzgebiete: Hoden- und Eierstockkrebs, Lungenkrebs, Blasenkrebs, Darmkrebs
     

7. Sonstige Zytostatika

  • Beispiele: Bleomycin, Mitomycin C, Temozolomid

  • Besonderheiten: Unterschiedliche Wirkmechanismen, oft in Kombinationstherapien eingesetzt

  • Nebenwirkungen: Je nach Substanz – Bleomycin z. B. Lungenschäden, Temozolomid Knochenmarkssuppression

  • Einsatzgebiete: Hodgkin-Lymphom (Bleomycin), Glioblastom (Temozolomid), verschiedene solide Tumoren
     

✅ Zusammenfassung:
Chemotherapeutika wirken, indem sie sich schnell teilende Krebszellen angreifen. Sie sind sehr wirksam, aber da auch gesunde, schnell wachsende Zellen (Haare, Schleimhaut, Knochenmark) betroffen sind, entstehen Nebenwirkungen. Welche Medikamente eingesetzt werden, hängt von der Krebsart, dem Krankheitsstadium und der individuellen Patientensituation ab.

Unsere Webseiten ersetzen keinen Arztbesuch, bitte besprechen Sie die hier angebotenen Behandlungsmöglichkeiten mit Ihrer Ärztin oder Arzt!

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