
Lungenkarzinom

Lungenkarzinom/Lungenkrebs
Lungenkarzinom (Lungenkrebs) ist eine der häufigsten und tödlichsten Krebserkrankungen weltweit. Es wird in zwei Haupttypen unterteilt: nicht-kleinzelliges und kleinzelliges Lungenkarzinom. Die häufigste Ursache ist langjähriges Rauchen, aber auch Nichtraucher können erkranken, z. B. durch Luftschadstoffe oder genetische Veranlagung.
Typische Symptome sind anhaltender Husten, Atemnot, Brustschmerzen und Gewichtsverlust. Die Diagnose erfolgt meist per CT, Biopsie und molekularbiologischen Tests.
Behandlungsmöglichkeiten:
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Standardtherapien: Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie
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Immuntherapien: Checkpoint-Inhibitoren (z. B. PD-1/PD-L1)
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Zielgerichtete Therapien: bei spezifischen Mutationen (z. B. EGFR, ALK)
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Begleitende Therapien: Ernährung, Atemtherapie, Immunaufbau
Die Behandlungsmöglichkeiten für das Lungenkarzinom hängen stark vom Stadium, Typ (nicht-kleinzellig vs. kleinzellig) sowie von molekularen Veränderungen und dem Allgemeinzustand des Patienten ab. Im Folgenden findest du eine strukturierte Übersicht:
🩺 Behandlungsmöglichkeiten beim Lungenkarzinom
1. Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC) – ca. 85 % der Fälle
➤ Frühstadium (Stadium I–IIA)
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Operation (Lobektomie oder Pneumektomie)
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Adjuvante Chemotherapie
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Optional: zielgerichtete Therapie bei EGFR-Mutation (z. B. Osimertinib)
Heilungschance (Remission): bis zu 70–80 % bei vollständiger Resektion im Frühstadium
➤ Lokal fortgeschritten (Stadium IIIB–IIIC)
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Chemotherapie + Strahlentherapie (Radiochemotherapie)
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Konsolidierung mit Immuntherapie (z. B. Durvalumab)
5-Jahres-Überleben: ~30–40 %
➤ Metastasiert (Stadium IV)
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Immuntherapie: z. B. PD-1/PD-L1-Inhibitoren (Nivolumab, Pembrolizumab)
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Zielgerichtete Therapien:
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EGFR: Osimertinib
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ALK: Alectinib
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ROS1, MET, KRAS, BRAF: individuelle Medikamente
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Chemotherapie
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Kombinationstherapien (Chemo + Immuntherapie)
Langzeitremission möglich bei guter Mutation und Therapieanpassung
2. Kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC) – ca. 15 % der Fälle
Sehr aggressiv, aber anfangs gut ansprechbar auf Therapie.
➤ Begrenztes Stadium
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Kombinierte Radiochemotherapie
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Prophylaktische Schädelbestrahlung (zur Verhinderung von Hirnmetastasen)
Remission möglich, aber hohe Rückfallrate
➤ Erweitertes Stadium
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Chemotherapie + Immuntherapie (z. B. Atezolizumab oder Durvalumab)
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Palliative Strahlentherapie bei Symptomen
Medianes Überleben: 10–18 Monate
🔬 Moderne Therapieverfahren mit hohem Potenzial
TherapieformBeschreibungWirksamkeit / Potenzial
➤ Immuntherapie
Checkpoint-Inhibitoren aktivieren das Immunsystem gegen Tumorzellen
Besonders wirksam bei NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
➤ Zielgerichtete
TherapienMedikamente gegen genetische Treiber-Mutationen
Teilweise sehr lange Remission möglich
➤ KombinationstherapienImmuntherapie
+ Chemo oder + Strahlentherapie
Verbesserung von Ansprechrate und Überleben
*Aktiviert patienteneigenes Immunsystem gezielt gegen Tumorantigene
Einsatz außerhalb der Standardversorgung, bei einzelnen Patienten stabile Verläufe
➤ Onkolytische Virustherapie
*Virusinfektion gezielt gegen TumorzellenIn Studien, teils mit Immuntherapie kombiniert
(*) In Deutschland als individuelle Heilversuche oder IGeL-Leistungen möglich
🥇 Welche Therapie hat die größte Überlebenschance?
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Bei frühzeitig entdecktem NSCLC mit operativer Entfernung: Heilung möglich in bis zu 80 %
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Bei fortgeschrittenem NSCLC mit EGFR/ALK/ROS1: Langzeitüberleben (>5 Jahre) durch zielgerichtete Medikamente möglich
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Bei PD-L1-high-Tumoren: Immuntherapie (z. B. Pembrolizumab) mit Remissionsraten >40 %
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Kombinationen aus Chemo + Immuntherapie oder zielgerichteter Therapie + Immunmodulation zeigen beste Ergebnisse in Studien
Kombinationstherapie mit dendritischer Zelltherapie (DZT)
Neben klassischen Therapieformen wie Operation, Chemo- und Strahlentherapie sowie modernen Immuntherapien gewinnt die dendritische Zelltherapie (DZT) zunehmend an Bedeutung als individualisierte, immunologische Behandlungsoption.
1. Standard- und Leitlinienbehandlung
- Operation bei lokal begrenztem Tumor
- Chemotherapie (z. B. Cisplatin, Carboplatin) abhängig vom Stadium
- Immuntherapie (z. B. Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab, Nivolumab)
- Zielgerichtete Therapien bei Treibermutationen (EGFR, ALK, KRAS etc.)
2. Dendritische Zelltherapie (DZT) – ergänzende Immuntherapie
Die DZT nutzt patienteneigene Immunzellen, die im Labor mit Tumorantigenen beladen werden. Nach Rückführung in den Körper erkennen die aktivierten dendritischen Zellen den Tumor als fremd und lösen gezielte Immunreaktionen aus. Sie eignet sich besonders als komplementäre Maßnahme:
- Nach Chemo-/Radiotherapie zur Reaktivierung des Immunsystems
- Bei nicht operablen oder metastasierten Tumoren zur langfristigen Kontrolle
- Zur Reduktion von Rückfallrisiken (Rezidivprophylaxe)
3. Kombinationstherapie: DZT + Standardverfahren
Kombinierte Ansätze aus Chemotherapie, Immuntherapie und DZT zeigen in Einzelfallbeobachtungen sowie frühen Studien synergistische Effekte. Besonders erfolgversprechend sind:
- DZT nach Chemotherapie zur Immunregeneration
- DZT + Checkpoint-Inhibitoren (z. B. Nivolumab): Immunmodulation und T-Zell-Aktivierung
- DZT + onkolytische Viren (experimentell): doppelte Immunstimulation
4. Vorteile der dendritischen Zelltherapie
- Ambulante Durchführung ohne Krankenhausaufenthalt
- Geringe Nebenwirkungen (meist grippeähnlich)
- Keine Abstoßungsreaktionen – patienteneigenes Material
- Aktivierung des adaptiven Immunsystems gegen Tumor und Metastasen
- Kombinierbar mit konventionellen Verfahren in den Therapiepausen
Fazit
Die Kombination aus klassischer Onkotherapie und dendritischer Zelltherapie bietet ein vielversprechendes Konzept zur ganzheitlichen Behandlung von Lungenkarzinomen. Besonders in der Phase nach Erstbehandlung kann DZT zur Immunstärkung und Tumorkontrolle beitragen. Eine interdisziplinäre Abstimmung ist dabei essenziell.
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